#1 Neues vom Neuen Musikinstrument von Apfelblüte 05.07.2011 10:46

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Im Merliner Forum hatte ich vor - ich glaube - zwei Jahren einen Thread eröffnet mit der Beschreibung meiner Vision eines neuen Musikinstrumentes. Eine ganze Weile hielt es mich in Atem, dann verebbte es ein bisschen und nur hin und wieder meldete es sich, wenn ich beispielsweise trommelte oder sonstwie schamanisch arbeitete.

Ich hatte geglaubt, das sei es gewesen, was sich zu dem Instrument zeigt. Irgendwie schien alles in eine Sackgasse zu führen – wohlgemerkt schien. Anscheinend war die Zeit einfach noch nicht reif. Ob sie es jetzt ist, weiß ich nicht. Aber es hat sich tatsächlich etwas Neues gezeigt.

Zur Sommersonnenwende war ich auf einer Kraftortreise nach Sainte Odile. Martin, der diese Reise leitete, hat in der Nähe meines Wohnortes einen kleinen Laden, in dem er Gongs, Klangschalen und andere Instrumente verkauft. Und als er uns in einem Dolmen im männlichen Wald bei Sainte Odile ein kleines Maultrommelkonzert gab, da wusste ich, was ich noch wollte: eine Maultrommel.

Meine stammt aus Vietnam und ist eine so genannte Rahmenmaultrommel, die hat den Vorteil, dass sie nicht die Zähne berühren muss, sondern nur zwischen den Lippen liegt. Hier habe ich wieder eine schwingende Metallzunge – wie bei der Mundharmonika oder dem Akkordeon.

Was hat das nun alles mit dem Musikinstrument zu tun? Mir ging beim Spielen der Maultrommel auf, dass man das Musikinstrument simulieren könnte, indem ganz viele Maultrommeln gespielt würden – das wäre die untere Kammer. Wenn diese Maultrommeln auf unterschiedliche Grundtöne gestimmt wären, bekäme man auch diesen Klangteppich, den ich in meiner Vision wahrgenommen habe. Und in dem tatsächlichen Instrument würden sich dann ganz viele Metallzungen von Maultrommeln befinden, alle mit unterschiedlichem Grundton. Veränderungen der Kammer wirken dann wie die Veränderungen der Mundhöhle beim Maultrommelspiel. Das Betätigen einer der Klappen, die ich sah, würden die Metallzungen anreißen, die anderen Klappen würden den Raum verändern und das Blasen des Spielers wäre dann nur für zusätzliche Vibrationen notwendig, so wie ich das bei einer Maultrommel ja auch tun kann. Ich habe inzwischen schon so einiges ausprobiert und staune nur, was man mit so einem kleinen unscheinbaren Ding alles machen kann.

Jetzt warte ich darauf, dass sich irgendwann etwas zu der zweiten Kammer zeigt. Und es zeigt mir mal wieder, dass wir Menschen in ganz „falschen“ Kategorien denken. Denn schließlich: was ist schon Zeit? Für mein Instrument – aus dessen Sicht – spielen Monate oder Jahre überhaupt keine Rolle.

Alles Liebe

eure neugierige Apfelblüte - Ursula

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